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Die 5 Standard-Tänze |
Tanz-Sport-Gemeinschaft Blau-Gold Siegen e.V. |
Der Langsame Walzer / English Walz |
| Einer der schönsten Standardtänze ist der Langsame Walzer. Er entstand in England, deshalb wird er auch English Waltz genannt. Man kann jedoch nicht sagen, ob er sich aus dem Bosten der 20er Jahre entwickelt hat. Victor Silvester unterwies die Deutschen 1930 im Walzer. Die raumgewinnende Bewegungstechnik und die schwingende Pendelbewegung verleihen diesem herrlichen Tanz den weichen und runden Charakter. Die wohltuenden und nachklingenden Walzermelodien schenken den Menschen das echte "Walzergefühl". |
Der Tango |
| Die Geschichte des Tangos beginnt wahrscheinlich schon um 1808, denn in diesem Jahr erscheint das Wort zum erstenmal in Montevideo. Die genaue Herkunft ist nicht gesichert. Wahrscheinlich jedoch ist, daß er aus einer Mischung von Tänzen der afrikanischen und amerikanischen Neger entstand. Seit 1870 wurde in Brasilien der Tango Habanero getanzt. Aus der Habanera wurde die Milonga, daraus der Tango Argentino, der in Buenos Aires, am Westufer des La Plata geboren wurde. Über Paris kam der Tango 1911 nach Deutschland. Tango ist unendliche Verheißung und Illusion, Enttäuschung und Melancholie, Liebe und Haß, Freud und Leid zugleich. In der Zwiespältigkeit zwischen harten und weichen Bewegungen stecken Dynamik und Sanftmut zugleich, was auch die Tango-Musik besonders zum Ausdruck bringt. |
Der Wiener Walzer |
| Der Wiener Walzer ist von allen heute gepflegten Gesellschaftstänzen als der älteste und traditionsreichste zu bezeichnen. Er hat seinen Glanz und seine Beliebtheit nie verloren. Wenn andere Tänze auch kommen und gehen mögen, der Walzer mit seinen rotierenden Bewegungen und mit seiner Geschindigkeit wird alle Tänze überleben. Entstanden ist der Wiener Walzer aus dem Ländler, einem deutschen Drehtanz im ¾ Takt. Durch den Wiener Kongreß 1815 hielt er seinen Einzug in die Gesellschaft. Seit diesem Zeitpunkt ist Wien zur Walzerstadt geworden. |
Der Langsame Foxtrott / Slow Foxtrott |
| Sommer 1914. Nach England kommt der "Go-As-You-Please-Dance", der langsame Foxtrott. Deutschland erreicht er erst nach Ende des ersten Weltkrieges, also nach 1918. Bis 1924 wurde er ohne Normen getanzt und bestand aus langsamen und schnellen Schritten mit Pausen, in denen, übernommen aus dem Vorläufer Rag,Kniebeugen eingebaut wurden. Josephine Bradley hat maßgeblich an der Weiterenwicklung des Foxtrotts mitgewirkt. Auf der Großen Konferenz wurde 1929 der bis zum heutigen Tag gültige Slow Foxtrott festgelegt. Er ist elegant, vornehm und lässig. Typisch sind seine langgestreckten Wellenbewegungen mit nur geringen Höhenunterschieden. Er ist ein wunderschöner Tanz, der für sich in Anspruch nehmen kann, über die schönsten und melodischsten Kompositionen zu verfügen. |
Der Quickstep |
| Entwickelt hat sich der Quickstep in Amerika. Aus Onestep und Rag. Man kannte ihn zunächst als Foxtrott. 1913 kam er nach England, wo er schon 10 Jahre später im heutigen Turniertempo gespielt wurde. Im Tempo zwischen 44 und 52 Takten gespielt, ist er der Tanz für Parties und Bälle schlechthin. Auf der ganzen Welt ist er bekannt und beliebt. Er läßt sich im Gedränge ebenso gut Tanzen wie auf der großen, freien Tanzfläche. Als Quickstep, mit 52 Takten in der Minute gespielt, ist er einer der rasantesten Turniertänze der Welt. Quickstep, das bedeutet Spritzigkeit, Übermut und gute Laune. Immer lustig, ideenreich, lebhaft und schwungvoll und mit einer ungestümen Persönlichkeit zu vergleichen. |